Demänovská Eishöhle
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    Die Eishöhle von Demänová befindet sich im Tal Demänosvká und schließt die bekannten Teile des unterirdischen Höhlensystems von Demänová ein. Sie bildete sich in graublauem Kalstein und umfasst vier übereinander liegende Etagen. Der Fluß Demänovská hatte großen Anteil an der Bildung der Höhlen. Ein Beweis dafür sind die ovalen Formen der Stollen mit Granitresten. Die Höhle hat drei Einstiege am westlichen Hang „Basta“ über der „Steinhütte“. Die Einstiege liegen in einer Höhe von 740 m, d.i. 90 m über dem Fluß von Demänovká. Die oberen Etagen sind eisfrei und weisen Tropfsteine auf, nur in der unteren Etage ist der vordere Teil vereist.
    Zu Beginn der Höhlentour steigen die Besucher in die niederen Etagen hinab (durch den „Bärengang“ zum „Halasov“-Dom, über die Schwarze Galerie und den Dom „Pagot“ kehren sie wieder zurück. Am Rückweg sehen sie die vereisten Stellen von „Kmeov“ und den Großen Dom. Dort herrscht im Sommer eine Temperatur von 0° Celsius. Weiter führt ein Serpentinenweg zum neuen Ausstieg. Die Höhle hat eine Länge von 1,7 km, davon sind 540 m zugänglich. Die Vereisung der Höhle wurde durch die vertikale Lage der Ein- und Ausstiege ermöglicht. Im Winter dringt kühle Luft durch die Felsspalten und senkt im untersten Teil (- 40 m) auf den Gefrierpunkt. Das durch den Kalkstein fließende Wasser friert und bildet Eisstalaktiten, Stalagmiten und am Grund Bodeneis. Die anderen, höher gelegenen Teile („Bela Halas“-Dom, Schwarze Galerie, Bärengang) kühlen nicht aus und bleiben somit ohne Eisbildung. Die Tropfsteine sind tot und teilweise zerbrochen.
    Durch nicht fachgemäße Grabungen kam es zwischen 1950 und 1952 zu einer Störung der mikroklimatischen Verhältnisse innerhalb der Höhle. Die kalte Luft entwich aus der Höhle und im Sommer schmolz der Eisschmuck. Dadurch erreicht die Vereisung innerhalb der Höhle nicht mehr jenes Ausmaß wie früher.
    Die Demänovská Eishöhle ist eine der ersten bekannten Höhlen der Welt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 5.12.1299. Die erste Erforschung der Höhle nahm Juraj Buchholtz jun. 1719 vor. Er fertigte den ersten Längsschnitt der Höhle an und verezcihnete alle vereisten Abschnitte sowie die Tropfsteinformationen. Seitdem ist die Höhle Forschungsgegenstand für viele Gelehrte aus der ganzen welt. 1980 wurde die Höhle durch den Karpatský-Verein in Liptovský Mikulás der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
    Bis 1924 dienten Teerfackeln, Kerzen und Petroleumlampen zur inneren Beleuchtung, später wurde die Beleuchtung elektrifiziert. Nach dem Ausbau der Holztreppen und Gehwege war sie ab 1952 wieder Besuchern zugänglich.

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